So wählst du die Beleuchtung für lange Abende in deiner Outdoorküche
Gute Beleuchtung für eine Outdoorküche baust du in drei Ebenen auf: gerichtetes Arbeitslicht über der Arbeitsplatte, warmweißes Stimmungslicht mit 2700 bis 3000 Kelvin rundherum und Leuchten mit der passenden Schutzart für ihren Platz. Mit diesen drei Ebenen schneidest du im Dunkeln sicher, und der Garten bleibt bis weit nach Mitternacht einladend. Hier findest du die konkreten Richtwerte für Lumen, Kelvin und IP, damit du im Baumarkt gezielt zugreifst.
Fang mit Arbeitslicht über der Arbeitsplatte an
Arbeitslicht ist die Ebene, die deine Sicherheit bestimmt: Du willst sehen, was du schneidest. Für Küchen als Arbeitsräume nennt die Fördergemeinschaft licht.de eine Grundbeleuchtung von mindestens 500 Lux, gestützt auf die Arbeitsstättennorm DIN EN 12464-1. Draußen rechnest du das leicht um, denn Lux ist Lumen pro Quadratmeter.
Eine Arbeitsplatte mit 60 cm Tiefe und 3 Metern Breite hat 1,8 Quadratmeter. Dafür brauchst du also etwa 900 Lumen gerichtetes Licht, um auf dem Niveau eines Arbeitsplatzes zu liegen.
In der Praxis funktioniert ein LED-Streifen unter der Kante der Überdachung oder ein paar Spots direkt über der Arbeitsplatte am angenehmsten. Montiere das Licht vor dir oder senkrecht über der Arbeitsplatte, dann bleibt die Schneidefläche hell und dein Schatten fällt hinter dich. Das klingt logisch. Trotzdem geht genau das am häufigsten schief.
Und nimm dimmbares Arbeitslicht, wenn es sich einrichten lässt: Beim Kochen willst du volles Licht auf dem Schneidebrett, beim Sitzen danach einen weichen Schein, der niemanden aus dem Gespräch holt.
Stimmungslicht baust du in Ebenen darum herum
Für die Stimmung rund um deine Outdoorküche brauchst du erstaunlich wenig Licht. Schau dir die Richtwerte pro Bereich an:
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Anwendung |
Richtwert |
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Beete und Stimmungslicht auf der Terrasse |
50 bis 150 Lumen pro Leuchte |
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Gartenweg und Laufwege |
100 bis 200 Lumen pro Leuchte |
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Hauswand und Eingang |
50 bis 300 Lumen pro Leuchte |
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Bäume und Akzente |
100 bis 400 Lumen pro Leuchte |
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Einfahrt oder dunkle Ecke |
200 bis 800 Lumen pro Leuchte |
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Sicherheitsleuchte mit Bewegungsmelder |
700 bis 1.300 Lumen oder mehr |
Wähle für all dieses Stimmungslicht eine Farbtemperatur von 2700 bis 3000 Kelvin. Warmweiß lässt Douglasienholz goldfarben und Gesichter weich wirken. Licht ab 4000 Kelvin wirkt in einem grünen Garten schnell kühl, als würdest du in einem Parkhaus grillen.
Bist du dir unsicher, halten wir 3000 Kelvin für den sicheren Allrounder, auch weil Pflanzen darin ihre natürliche Farbe behalten. Wer nach dem Licht auch den Rest gestalten möchte, findet unsere Tipps zum Gestalten deiner Outdoorküche in einem eigenen Artikel.
Wähl die Schutzart nach dem Platz
Die Schutzart (IP) sagt, wie gut eine Leuchte Staub und Wasser aushält, und genau da geht bei Außenbeleuchtung vieles schief. Eine Innenleuchte unter die Überdachung zu hängen fühlt sich harmlos an, bis der erste Herbst kommt.
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Schutzart |
Hält aus |
Wo |
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IP44 |
Spritzwasser aus allen Richtungen |
Nur geschützt, unter einer Überdachung oder an der überdachten Hauswand |
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IP65 |
Strahlwasser, auch aus dem Gartenschlauch |
Freie Stellen, Fassade, über der Arbeitsplatte |
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IP67 |
Zeitweiliges Untertauchen bis 30 Minuten |
Bodeneinbauleuchten, Stellen, an denen Wasser stehen bleibt |
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IP68 |
Dauerhaftes Untertauchen |
Teich oder Pool |
Für eine Outdoorküche ist IP65 der logische Standard. Du spritzt die Arbeitsplatte auch mal ab und willst dabei frei zielen können. IP44 reicht, wenn die Leuchte wirklich trocken hängt, und trocken heißt hier: auch an einem Regentag im Oktober.
Strom und Steuerung regelst du vorher
Über Strom nachzudenken macht weniger Spaß als Leuchten auszusuchen, entscheidet aber über das Ergebnis. In unseren Outdoorküchen kannst du eine Pop-up-Steckdose in die Arbeitsplatte einbauen lassen. Praktisch für das Kabel des Lautsprechers oder einer Stehleuchte, und das Verlängerungskabel durch den Garten entfällt.
Fest installierte Beleuchtung gehört auf einen eigenen Außenstromkreis mit FI-Schutzschalter, und Arbeitslicht und Stimmungslicht verteilst du auf getrennte Schalter oder ein Smart-Home-System. Leuchten, die bei Sonnenuntergang automatisch angehen, nehmen dem Abend den letzten Handgriff ab.
Zu Solarleuchten: An einer sonnigen Stelle sind sie für einen Weg eine gute Wahl. Unter einer Überdachung oder im Schatten lässt ihre Leistung nach, und das Arbeitslicht über der Arbeitsplatte legst du in jedem Fall auf Netzstrom.
Die Fehler, die dir den Abend verderben
Drei Fehler sehen wir immer wieder. Zu viel Licht: Ein Garten, der überall gleich hell ist, wirkt unruhig. Baue lieber in Ebenen und dimme, was sich dimmen lässt. Licht in den Augen: Montiere Spots so, dass der Strahl auf die Arbeitsplatte oder den Weg fällt und an den Gesichtern deiner Gäste am Tisch vorbeigeht.
Und alles auf einem Schalter: Du willst das Arbeitslicht ausschalten können, während die Lichterkette weiterbrennt, sonst sitzt plötzlich die ganze Runde wie im OP beim Nachtisch. Gutes Licht macht deine Outdoorküche zum Treffpunkt, an dem alle zusammenkommen, auch nach Mitternacht.
Wie viel Lumen brauchst du in einer Outdoorküche?
In einer Outdoorküche brauchst du für die Arbeitsplatte etwa 500 Lumen pro Quadratmeter, abgeleitet von den 500 Lux, die licht.de für Küchen als Arbeitsräume nennt. Für Stimmungslicht rundherum reichen 50 bis 150 Lumen pro Leuchte, für Laufwege 100 bis 200 Lumen. Arbeitslicht und Stimmungslicht schaltest du am besten getrennt.
Welche Farbtemperatur wählst du für Außenbeleuchtung?
Für Außenbeleuchtung rund um eine Outdoorküche wählst du warmweißes Licht mit 2700 bis 3000 Kelvin. Diese Farbtemperatur passt zu Douglasienholz und schafft eine einladende Stimmung auf der Terrasse. Licht ab 4000 Kelvin wirkt in einem Garten schnell kühl und sachlich. Im Zweifel sind 3000 Kelvin die sicherste Wahl.
Welche Schutzart braucht die Beleuchtung einer Outdoorküche?
Die Beleuchtung einer Outdoorküche braucht mindestens IP44 an geschützten Stellen und IP65 an freien Stellen. IP65 hält Strahlwasser aus, also auch das Abspritzen der Arbeitsplatte mit dem Gartenschlauch. Für Bodeneinbauleuchten, an denen Wasser stehen bleiben kann, wählst du IP67, und nur bei Teich oder Pool ist IP68 nötig.
Ist LED-Beleuchtung für eine Outdoorküche geeignet?
LED-Beleuchtung ist die passendste Wahl für eine Outdoorküche: sparsam, dimmbar und in jeder Farbtemperatur erhältlich. Achte dabei auf die Schutzart der Leuchte, denn erst das Gehäuse macht eine LED wetterfest. Wähle außerdem LED-Streifen, die für den Außenbereich gebaut sind: Die behalten ihre Lichtfarbe über Jahre.
Kann eine Outdoorküche von Varetti Beleuchtung und Strom bekommen?
Eine Outdoorküche von Varetti bekommt auf Wunsch Strom über eine Pop-up-Steckdose in der Arbeitsplatte. Damit schließt du eine Leuchte, einen Lautsprecher oder das Ladegerät des Thermometers an, und lose Verlängerungskabel entfallen. Feste Arbeits- und Stimmungsbeleuchtung legst du auf einen eigenen Außenstromkreis. Unsere Küchen kommen vollständig montiert, die Elektrik schließt dein Elektriker an.
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