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Dieses Grillzubehör brauchst du wirklich für einen gelungenen Grillabend

Für einen gelungenen Grillabend brauchst du weniger, als die Zubehörregale im Baumarkt vermuten lassen: eine gute Zange, ein Kernthermometer, Brennstoff mit Anzündkamin, getrennte Schneidebretter für Rohes und Gegartes und einen Platz, an dem alles seine Ordnung hat. In dieser Übersicht gehen wir das echte Zubehör durch, mit konkreten Richtwerten. So weißt du, was du dir anschaffst und was ruhig im Regal bleiben darf. Für den Rest der Organisation gibt es die Checkliste für die Gartenparty.

Die Grundausstattung für jeden Grillabend

Die Basis deiner Grillausrüstung besteht aus Werkzeug, das Hitze aushält und gut in der Hand liegt: eine lange Edelstahlzange, ein breiter Wender, ein Marinadenpinsel und hitzebeständige Handschuhe. Kaufe lieber vier gute Teile als einen Koffer mit zwanzig mittelmäßigen. Ehrlich gesagt nutzt du die Zange bei jedem Grillabend und den Würstchenhalter aus dem Aktionsangebot selten.

Was oft vergessen wird, ist ein Platz zum Ablegen des Werkzeugs. Wer auf einem freistehenden Grill grillt, balanciert Teller auf der Lehne des Gartenstuhls. In einer Outdoorküche ist das Thema erledigt: Neben der Aussparung für den Grill, bei unseren Modellen maximal 60 cm breit, hast du auf beiden Seiten Arbeitsplatte. Das spart Schlepperei und umgekippte Schüsseln.

Ein Kernthermometer gehört dazu

Ein Kernthermometer macht den Unterschied zwischen Raten und Wissen. Hähnchen muss durch und durch gar sein, und das siehst du von außen nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für Geflügel eine Kerntemperatur von mindestens 70 °C für zwei Minuten. Mit einem Thermometer prüfst du das in Sekunden.

Worauf du beim Kauf achtest: eine Messung in 2 bis 3 Sekunden, höchstens ein Grad Abweichung und ein Display, das du in der Sonne lesen kannst. Als Orientierung für die gängigen Kerntemperaturen: Geflügel, Hackfleisch und Schweinefleisch gehören durchgegart auf den Teller, also mindestens 70 °C im Kern für zwei Minuten, und ein Rindersteak darf innen rosa bleiben.

Funkmodelle mit rund 30 Metern Reichweite sind bei langen Grillabenden praktisch, dann kannst du dich zwischendurch zu deinen Gästen setzen. Der Preis sagt hier übrigens wenig über die Messgenauigkeit. Wir finden ein einfaches Instant-Read-Thermometer für die meisten Griller völlig ausreichend, auch wenn ein Kabelmodell bei Low and Slow bequemer abzulesen ist.

Holzkohle, Briketts und die Zeit, die sie brauchen

Die Wahl zwischen Holzkohle und Briketts bestimmt deine Planung. Holzkohle glüht schneller und heißer, ideal für Steaks und anderes kurzes Grillgut. Briketts brauchen beim Anzünden etwas länger und halten dann lange die Temperatur, schön für Pulled Pork oder ein ganzes Stück Fleisch. So fasst es auch die Stiftung Warentest in ihrem Grillkohle-Test vom März 2024 zusammen.

Rechne mit diesen Zeiten und Mengen:

Brennstoff oder Grilltyp

Richtwert

Gasgrill auf Temperatur

Etwa 10 Minuten

Elektrogrill auf Temperatur

Etwa 10 Minuten

Holzkohle mit Anzündwolle grillfertig

30 bis 45 Minuten

Briketts im Anzündkamin grillfertig

15 bis 20 Minuten

Briketts für 4 Personen

Etwa 1,5 kg

Die drei letzten Zeilen stammen von Grillprofi Oliver Hess, zitiert bei t-online: 1,5 kg Briketts füllen einen mittelgroßen Anzündkamin etwa zu zwei Dritteln. Achte beim Kauf auf das Prüfzeichen DIN EN 1860-2. Laut Umweltbundesamt bestätigt es, dass die Kohle frei von Pech, Erdöl, Koks und Kunststoffen ist. Nutze außerdem immer einen Anzündkamin. Das geht schneller, ist sicherer und die Kohlen glühen gleichmäßig.

Schneidebretter, Messer und die 7-Grad-Regel

Bei der Vorbereitung dreht sich alles um die Trennung von Roh und Gegart. Nutze getrennte Schneidebretter und getrennte Schüsseln für rohes Fleisch oder Fisch. Keime wie Salmonellen landen sonst auf deinem Baguette. Wasche dir die Hände mit Seife, nachdem du rohes Fleisch angefasst hast. Das klingt zunächst streng. Eine Lebensmittelinfektion nach der eigenen Gartenparty ist strenger.

Die Regel, die kaum jemand kennt: Salmonellen vermehren sich laut BfR in Lebensmitteln bei Temperaturen oberhalb von 7 °C. An einem warmen Abend geht das schnell, gerade bei Wurst, Fleischsalaten und Dips. Hol deshalb kleine Mengen auf einmal aus der Kühlung, und was du am Abend nicht kühlen kannst, verbrauchst du noch am selben Tag.

Eine Outdoorküche mit Kühlschrank und Spülbecken, mit 70 Litern Kühlraum, macht das einfach: Marinaden, Salate und die nächste Runde Fleisch stehen kalt zwei Schritte von deinem Rost entfernt. Zur Einordnung beim Verbrauch: Unser 35-Liter-Modell kommt auf 445 kWh pro Jahr und das 52-Liter-Modell auf 321 kWh.

Freistehend grillen oder in die Outdoorküche einbauen

Ein freistehender Grill funktioniert gut, und wer öfter grillt, denkt irgendwann von selbst über einen festen Aufbau nach. Entscheidest du dich für einen Einbau-Gasgrill oder eine Outdoorküche mit Kamado mit 16 oder 18 Zoll, dann steht deine ganze Ausrüstung dauerhaft an ihrem Platz. Wir sehen bei Kunden, dass der Grill dadurch öfter angeht. Die Hürde aus Schleppen und Aufbauen fällt weg. Zugegeben, so ein fester Aufbau ist eine Investition, gebaut für alle, die mehr als ein paar Abende pro Sommer draußen kochen.

Denk bei der Wahl vor allem an deinen Kochstil. Holzkohle und Kamado geben Rauchgeschmack und verlangen Aufmerksamkeit, Gas ist in 10 Minuten bereit und lässt sich fein dosieren. Bist du dir noch unsicher, wirf einen Blick in unseren Vergleich von Holzkohle und Briketts.

Wo dein Budget am meisten bringt

Manche Anschaffungen bringen mehr als andere. Das ist unsere ehrliche Einschätzung zum Grillzubehör:

  • Anzündkamin und einfache Anzündwürfel erledigen dieselbe Arbeit wie Grillsprays und parfümierte Premium-Anzünder.

  • Vier gute Werkzeuge ersetzen den 25-teiligen Koffer, aus dem du sowieso nur vier Teile benutzt.

  • Deine Zange übernimmt die Aufgaben von Burgerpresse, Wurstzange und Maiskolbenhalter gleich mit.

Investiere das Budget lieber in ein gutes Thermometer und ordentliche Messer. Davon schmeckst du den Unterschied.

Was braucht man alles zum Grillen?

Zum Grillen brauchst du eine Zange, einen Wender und hitzebeständige Handschuhe, ein Kernthermometer, Brennstoff mit Anzündkamin, getrennte Schneidebretter und Schüsseln für rohes und gegartes Fleisch sowie Kühlung für Salate und Getränke. Praktisch sind außerdem ein Marinadenpinsel, Aluschalen für indirektes Grillen und eine Bürste, um hinterher den Grill zu reinigen.

Wie lange muss ein Grill vorheizen?

Ein Grill muss bei Gas oder Elektro etwa 10 Minuten vorheizen. Holzkohle braucht laut Grillprofi Oliver Hess mit Anzündwolle 30 bis 45 Minuten, Briketts im Anzündkamin sind nach 15 bis 20 Minuten grillfertig. Fang also rechtzeitig vor dem Eintreffen deiner Gäste mit dem Anzünden an, besonders bei einem Kamado, der auf Temperatur kommen soll.

Wie viel Kohle brauchst du für 4 Personen?

Für 4 Personen brauchst du etwa 1,5 kg Briketts; das füllt einen mittelgroßen Anzündkamin von 4 bis 8 Litern zu rund zwei Dritteln. Für kurzes Grillgut wie Steaks ist Holzkohle angenehmer, weil sie schneller und heißer glüht. Für lange Grillabende halten Briketts ihre Temperatur besser, wie auch die Stiftung Warentest festhält.

Wie hältst du Essen beim Grillen sicher?

Essen hältst du beim Grillen sicher, indem du Rohes und Gegartes strikt trennst und die Kühlung nutzt. Verwende getrennte Schneidebretter und Schüsseln für rohes Fleisch, wasche dir die Hände mit Seife und bringe Geflügel und Hackfleisch laut BfR auf mindestens 70 °C Kerntemperatur für zwei Minuten. Hol kleine Portionen aus dem Kühlschrank, dann bleibt der Rest kalt.

Welcher Grill passt in eine Outdoorküche von Varetti?

In eine Outdoorküche von Varetti passen ein Kamado mit 16 oder 18 Zoll, Einbau-Gasgrills von Grandhall und Boretti sowie Gas- oder Induktionskochfelder. Die Aussparung in der Arbeitsplatte ist maximal 60 cm breit. So wählst du den Aufbau, der zu deinem Kochstil passt, von Low and Slow auf Holzkohle bis zum schnellen Grillen auf Gas unter der Woche.